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Liese kritisiert britische Embryonenexperimente

Freitag, 16. April 2010

Brüssel – Der CDU-Gesundheitsexperte Peter Liese hat britische Embryonenexperimente scharf verurteilt. Die jetzt bekanntgewordenen Versuche ermöglichten den Weg zum geklonten Baby, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament am Freitag in Brüssel.

Britische Forscher hätten menschliche Embryonen mit Erbinformationen aus drei Menschen erzeugt. Das bedeute, dass praktisch die gleichen Methoden genutzt worden seien wie bei der Herstellung des Klonschafs „Dolly“. Ziel der Versuche sei, bestimmte Erbkrankheiten zu verhindern.

Liese bemängelte, zwar sei der Wunsch nach einem gesunden Kind sehr verständlich. Es sei aber falsch, wenn dadurch jede Manipulation am menschlichen Leben hoffähig werde. Zudem bedeuteten Versuche nach dem britischen Muster die Zerstörung eines menschlichen Embryos zu Forschungszwecken.

Sollte die Technik in großem Stil eingeführt werden, wären zudem Tausende Eizellspenden nötig. Bereits jetzt zahlten britische Fortpflanzungskliniken Geld für Eizellspenden aus Rumänien, kritisierte der CDU-Europaabgeordnete. Solche Spenden seien aber für Frauen mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden. © hil/aerzteblatt.de

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