Adelaide – Der Schlafmangel vieler Jugendlicher lässt sich nicht einfach auf den Konsum von Videospielen zurückführen. In einer Studie im Journal of Clinical Sleep Medicine (2010; 6: 184-189) schliefen die Probanden nach einem Shooter-Spiel nicht schlechter als nach der Vorführung eines Naturfilms.
Eine regelmäßige Nachtruhe fiel vielen Jugendlichen bereits schwer, als es noch nicht die Versuchung der Computerspiele gab, von denen sich viele nur schwer losreißen können. Dass dies aber zu Schlafstörungen führt, konnte die Gruppe um Michael Gradisar von der Flinders Universität in Adelaide nicht bestätigen.
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Doch als es dann schließlich ins Bett ging, brauchten die Jugendlichen nach beiden Freizeitaktivitäten ungefähr die gleiche Zeit um einzuschlafen. Trotz des Adrenalinkicks, den das Shooter-Spiel ausgelöst haben dürfte, waren sie nach etwa 7,5 Minuten eingeschlafen.
Auch in der Schlafarchitektur gab es keine Unterschiede, berichtet Gradisar. Seiner Ansicht nach ist es weiterhin nicht bewiesen, dass Computerspiele den Schlaf rauben. Er gesteht allerdings ein, dass eine 50-minütige Spielphase nicht die Wirklichkeit vieler Jugendlicher widerspiegelt.
Auch könnte das Spielen andere Folgen haben, wenn darüber die Leistungen in der Schule nachlassen oder Snacks eine ausgeglichene Energiebilanz verhindern.
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