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Politik

Rösler sieht keinen Spielraum für Honorar­erhöhungen bei Ärzten

Montag, 19. April 2010

Düsseldorf/Berlin – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) lehnt eine Erhöhung der Arzthonorare ab. „In den vergangenen beiden Jahren ist das Honorarvolumen für die Ärzte deutlich angehoben worden“, sagte Rösler der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Samstag.
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2009 habe es für die niedergelassenen Ärzte 3,5 Milliarden Euro mehr gegeben, in diesem Jahr seien es schätzungsweise 1,17 Milliarden Euro zusätzlich. „Das ist schon eine ganze Menge Geld, das nun zusätzlich für die Versorgung zur Verfügung steht“, sagte Rösler. Zusätzlichen Spielraum sehe er nicht.

Ein Ministeriumssprecher sagte am Samstag in Berlin, Rösler lege großen Wert darauf, die Ärztehonorierung „fair und transparent“ zu gestalten. Offensichtlich sei die noch von Röslers SPD-Vorgängerin Ulla Schmidt betriebene Honorarreform „in bestimmten Regionen Deutschlands nicht gerecht gelaufen“. Die schwarz-gelbe Koalition wolle die Honorarregelung deshalb „kritisch überprüfen“. © ddp/aerzteblatt.de

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kfuzzi
am Mittwoch, 21. April 2010, 08:17

Murmeltier

Es ist schon bemerkenswert, dass adonis sich gerne mit Handwerkern vergleicht... und auch noch von Gehalt anstatt Lohn spricht!
Sicher weiß er nicht, dass Handwerker vor Leistungserbringung ein Angebot erstellen zu müssen. Oder lässt er einfach (auch ohne Kostenvoranschlag und Angebotsvergleich) sein Dach neu decken? Also, mir ist es recht: Soll der Kollege Niedergelassene Angebote unterbreiten und darauf warten, beauftragt zu werden. Besser kann man den Preiskampf nicht forcieren. Gleiche Leistung ~gleiches Geld... bei welcher Handwerkszunft gibt es das? Angebotsindizierter Wettbewerb unter niedergelassenen Ärzten wäre mal innovativ...

Bis neulich
adonis
am Dienstag, 20. April 2010, 17:14

Und ewig grüsst das Murmeltier

Eigentlich scheint wohl das Problem klar zu sein, aber keiner wagt sich wohl daran. Eine klare einfache Rechnungsstellung dürfte doch nicht so schwierig sein. Milliardenfach im deutschen Handwerk erprobt und erfolgreich. Ich bin mir sicher dass man für einen vernünftigen Preis ( nicht Preise von Schönheitchirurgen a`la Mang) sondern nachvollziehbare Preise eine gute bezahlbare Leistung zum Wohl von allen Patienten und Ärzten erziehlen kann.
Privatpatient
am Dienstag, 20. April 2010, 11:26

@adonis: Zustimmung

[QUOTE=adonis]"Fair und transparent". Ja, das wäre genau das, was man sich wünschen würde. Patient X kommt zu Herr Doktor Y und bekommt eine Behandlung. Dafür erhält Doktor X ein vernünftiges Gehalt. Das sollte über all in D gleich sein. Die Leistung muss auch erbracht werden und durch den Patienten bestätigt werden.[/QUOTE]

Adonis, Ihrer Forderung nach der Einführung von GEHÄLTERN für Ärzte kann ich nur zustimmen. ;)

cus2002
am Dienstag, 20. April 2010, 10:49

Geld ist absolut genug vorhanden !

Es ist nur falsch verteilt.
Wozu diese unsinnige Umverteilung nach Nord+Ostdeutschland ?
Gleiches Geld für gleiche Leistung in ganz Deutschland !
Und angemessene Bezahlung und keine Almosen wie jetzt.
Am besten Direktabrechnung wie beim Tierarzt.
Da geht es vollkommen gerecht,fair und angemessen zu.Nämlich cash!
Unter diesen vollkommen idiotischen "Budgets" arbeit kein
Arzt mit auch nur marginalem Interesse am Patienten,
wenn er nicht mal seine Miete und Personal davon bezahlen kann!
adonis
am Dienstag, 20. April 2010, 10:32

@cus2002

ie Frage ist, ob die Probleme mit der Finanzierung der GKV nur durch ständiges Geldeinpumpen zu lösen ist. 15% Minus im Umsatz ist eine ganze Menge. Vor allen Dingen, wenn man einen schon geringen Umsatz macht.
Ich habe 2004 die Konzequenzen aus dem GMG und allen Androhungen der KV Bayern nun das Hallali auf Einzelpraxen zu blasen und habe meine Praxis aufgegeben. Ich denke zum Schaden meiner Patienten, mit denen ich bis heute noch Kontakt habe, soweit sie noch leben.
Einer der wesentlichen Störfaktoren ist die Kassenärztliche Vereinigung, die hinter dem Rücken der Vertragsärzte Rückstellungen u. ähnliches bildet. Zudem Förderungen von Projekten zu denen wir gar nicht gefragt worden sind.
Ausserdem wie ich schon früher geschrieben habe, will kein Kassenvorsitzender mehr unter den Vertragsbedingungen arbeiten, die er selbst ausgehandelt hat. Die Kassenärztlicher Vereinigung ist meiner Meinung nach vollkommen überflüssig. Sie setzt sich für ihre Interessen ein und der Köhler gehört langsam mal abgesägt. Letztlich ist die KV eine Organisation, die von Seilschaften geführt wird, die sich gegenseitig Geld und Pöstchen zuschustert.
Ich küsse deshalb täglich den schwedischen Boden und bin heilfroh, diesen Unsinn hinter mich gelassen zu haben, auch wenn es für mich ein finanzielles Desaster war.D
cus2002
am Dienstag, 20. April 2010, 10:22

Bin für absolute Transparenz !

Ganz im Gegenteil, adonis !
Ich bin für absoute,strikte Transparenz in allen Gesundheits-
fragen und nicht wie die Krankenkassen vollkommen verschlossen.
Herr Rösler soll den Ärzten endlich sagen, wieviel Verlust die
neue "Gesundheitsreform" ihnen gebracht hat !
Bei mir genau 15% Minus im Jahr 2009 gegenüber 2008 .
Als ach so förderungswürdigem Hausarzt in Nordrhein!
Bald kann Schwester Agnes meinen Job machen.
adonis
am Dienstag, 20. April 2010, 08:56

Immer wieder dummes Geschwätz

"Fair und transparent". Ja, das wäre genau das, was man sich wünschen würde. Patient X kommt zu Herr Doktor Y und bekommt eine Behandlung. Dafür erhält Doktor X ein vernünftiges Gehalt. Das sollte über all in D gleich sein. Die Leistung muss auch erbracht werden und durch den Patienten bestätigt werden. Heute ist es so, dass es über Pauschalen geht. Dass es mehr mit Abrechnungsmathematik zu tun hat, als mit wirklicher ärztlicher Leistung. Rückstellung bei den KVen und ein nicht nachvollziehbares System des Geldflusses von dem Patient bis zu dem Arzt.
Die Forderung wäre ganz einfach: Ein einfaches für jeden begreifbares System in der Abrechnung. Jeder Handwerker ist zu so etwas verpflichtet.
Und cus2002 scheint wohl einer derjenigen zu sein, der gegen Transparenz ist.
cus2002
am Montag, 19. April 2010, 15:35

Wir Ärzte sehen auch keinen Spielraum mehr für Stimmenzuwachs in NRW

Wir sehen deshalb auch gar keinen Grund mehr , FDP zu wählen.
Die FDP hat uns massiv enttäuscht.
1,5% der Stimmen ist genug am 9.5. .
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