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Depression verstärkt postoperativen Schmerz

Montag, 19. April 2010

Würzburg – Depressive Patienten haben nach operativen Eingriffen stärkere Schmerzen als andere. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) hin. Danach reagieren Patienten mit Depressionen empfindlicher auf postoperative Schmerzen und leiden häufiger unter schmerzmittelbedingten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kreislauf- und Verdauungsbeschwerden. Allerdings profitieren Depressive laut der Studie auch deutlicher von einer standardisierten Schmerztherapie.

Die Autoren empfehlen daher, Patienten vor Operationen standardmäßig auf eine mögliche depressive Erkrankung zu testen und die Schmerztherapie entsprechend anzupassen. Wegen der häufigeren Nebenwirkungen von ganzkörperlich wirksamen Schmerzmedikamenten raten sie dazu, bei depressiven Patienten vermehrt regionale Anästhesieverfahren anzuwenden und gegebenenfalls eine Schmerzreduktion durch begleitende Psychotherapie oder Psychopharmaka zu bewirken. © hil/aerzteblatt.de

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