Qualitätsinitiative IQM veröffentlicht Mortalitätsraten an Krankenhäusern
Montag, 19. April 2010
Berlin – Die 92 Mitgliedskliniken der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) haben erstmals die Mortalitätsraten von 31 Erkrankungen mit zumeist hoher Sterblichkeit im Internet veröffentlicht. Ziel der Initiative ist es, anhand dieser Routinedaten zu erkennen, wie die einzelne Klinik im Vergleich zum Bundesdurchschnitt steht und in welchen Bereichen es Verbesserungspotenzial gibt.
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„Unsere aktuellen Qualitätsergebnisse zeigen den Kliniken, bei welchen Krankheitsbildern sie sich verbessern müssen“, sagte Francesco De Meo, Vorsitzender der Geschäftsführung der Helios Kliniken und Präsident des Vorstandes der IQM, heute bei einer Pressekonferenz in Berlin. „Liegt zum Beispiel in einer Klinik die Sterblichkeit bei Patienten mit Lungenentzündung deutlich über dem zu erwartenden Wert, so gibt es hier offensichtlich Verbesserungspotenzial.“
Mithilfe des sogenannten Peer-Review-Verfahrens sollen dann Kliniken mit einer hohen von Kliniken mit einer niedrigen Mortalitätsrate lernen. Dabei sollen sich die Chefärzte der Mitgliedskliniken austauschen und anhand konkreter Fallstudien die jeweiligen Fehlerquellen ausfindig machen.
„Über die eigenen Fehler mit Ärzten aus anderen Kliniken und von anderen Trägergruppen zu sprechen, ist für viele Ärzte nicht leicht“, sagte Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin und IQM-Vorstandsmitglied. „Doch gerade davon verspreche ich mir am meisten.“
„Im Gegensatz zu früher, als solche Daten Geheimsache waren, erleben wir jetzt einen echten Paradigmenwechsel“, erklärte Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und einer der Initiatoren der Initiative. „In Ergänzung zu anderen Qualitätsinitiativen setzt IQM einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung der Qualitätspolitik der Ärzteschaft und anderer Gesundheitsberufe.“
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