Medizin

Pharma-Sponsoring verzerrt Ergebnisse von Arzneimittelstudien

Mittwoch, 21. April 2010

Köln – Von Pharmaunternehmen finanzierte Arzneimittelstudien ergeben häufig ein positives Ergebnis zugunsten des Sponsors. Im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2010; 107(16): 279-85) kommen die Autoren um den Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, zu dem Ergebnis, dass Pharmafirmen vielfältige Möglichkeiten nutzen, Studienergebnisse zu manipulieren.

Neben der Finanzierung der Untersuchung wirken sich auch pekuniäre Verbindungen zu Autoren, wie zum Beispiel die Bezahlung von Vorträgen, günstig auf ein firmenfreundliches Studienergebnis aus. Nicht nur die Resultate selbst, auch ihre Interpretation wird signifikant häufiger im Sinne des Sponsors vorgenommen.
 

In einigen Publikationen sehen die Autoren auch Hinweise auf eine Beeinflussung von Studienprotokollen durch Pharma-Sponsoren. So wurden bei den Kontrollgruppen medizinischer Versuche häufiger Placebos verwendet, als in unabhängig finanzierten Untersuchungen.

Es zeigen sich aber auch positive Effekte der Pharmafinanzierung. In Punkto methodische Qualität schneiden die von Pharmafirmen unterstützten Studien tendenziell besser ab als unabhängige Arzneimittelstudien.

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Wedig
am Mittwoch, 19. Mai 2010, 09:50

Dafür Teil 2 vor der Veröffentlichung gefunden

In diese Rubrik gehört ein Link zu den Originalarbeiten. Teil 1 und Teil 2 sind durch semantisch ähnliche Titel verwechsungsanfällig bei Zitationen.
MPW
Wedig
am Mittwoch, 19. Mai 2010, 09:46

Fehlende Wiedergabe der Originalarbeit

Ich suche die vollständige Publikation, wie sie für andere Arbeiten des Deutschen Ärzteblattes als Postskriptdatei vorliegt.
MPW
Thelber
am Donnerstag, 22. April 2010, 11:07

Ach so ist das ....

Das ist aber doch eicgentlich nichts wirklich neues, oder ?

Ich kenne schon seit meiner Schulzeit so ein Sprichwort:
"Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing". Es schein, als ob die Volksseele schon lange über dieses Phänomen Bescheid weiß. Nur einige von uns Ärzten möchten beharrlich weiter glauben, dass dem anders sei ....
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