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Erstes deutsches Kinderpalliativzentrum eröffnet

Mittwoch, 21. April 2010

Datteln – Unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit ist am Mittwoch in Datteln das erste Kinderpalliativzentrums Deutschlands eröffnet worden. „Es ist toll, dass hier nun Wirklichkeit wird, was wir so dringend brauchen: Einen geschützten Ort, an dem lebenslimitierend erkrankte Kinder und ihre Familien wirkliche Unterstützung und Hilfe erfahren, die sie benötigen, um die kostbare Zeit, die ihnen bleibt, so gut und so bewusst wie möglich zu verbringen“, freute sich Boris Zernikow, Chefarzt des Kinderpalliativzentrums und Initiator des Projekts.

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Das Zentrum umfasst die „Station Lichtblicke“ mit acht Einzelzimmern, die ganz auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten wurden. Im „Forum für Familie und Fortbildung“ haben Angehörige eine Unterbringungsmöglichkeit während der stationären Behandlung ihres Kindes. Das Zentrum bietet außerdem Räume zur Weiter- und Fortbildung in der pädiatrischen Palliativversorgung. Zum Angebot gehören auch Geschwistergruppen, Kurse für Laienhelfer und Trauerseminare.

„Rund 3.600 schwerstkranke Kinder leben in Nordrhein-Westfalen – etwa 360 von ihnen sterben jedes Jahr. Rund zehn Prozent der kranken Kinder und Jugendlichen benötigen jeden Tag spezialisierte Betreuung. Genau das steckt bundesweit noch in den Anfängen“, erklärte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Eltern fühlten sich oftmals allein gelassen mit ihren Sorgen und wüssten wegen des unübersichtlichen Hilfsangebotes häufig nicht, an wen sie sich wenden könnten und was für ihr Kind am besten sei. Oft seien dann physische und psychische Überforderung die Folge. „Das Kinderpalliativzentrum in Datteln garantiert jetzt eine ganzheitliche Versorgung unter einem Dach – das ist deutschlandweit einmalig“, sagte Laumann.    

Das Kinderpalliativzentrum in Trägerschaft der Caritas wird unter anderem vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Vodafone Stiftung und der Deutschen Krebshilfe unterstützt. © Kli/aerzteblatt.de

blog.aerzteblatt.de

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