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Prostatakarzinom: Erbliche Risiken errechnet

Montag, 26. April 2010

Heidelberg – Engen Verwandte von Männern, die an einem Prostatakarzinom leiden, haben ein erhöhtes Risiko, selbst an dem Krebs zu erkranken. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Kari Hemminki vom Deutschen Krebsforschungszentrum in einer online vorab veröffentlichten Studie des Journals European Urology (doi: 10.1016/j.eururo.2010.02.002). Das Team erhob die Daten aus der schwedischen Krebsdatenbank.

Von 26.651 Prostatakrebspatienten hatten mehr als 20 Prozent einen Verwandten mit derselben Erkrankung. Dabei hat, verglichen mit anderen erblichen Krebsformen, das Karzinom der Vorsteherdrüse bei über 65-Jährigen mit nur einem betroffenem Verwandten ein relativ geringes Risiko (1,8-fach).

Jedoch war dieses Risiko bei Männern unter 65 Jahren und mit bis zu drei betroffenen Verwandten sehr viel höher (23-fach). Die Autoren verglichen diese Patienten mit einer Kontrollgruppe, die keinen Erkrankungsfall in der Familie hatte.

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Die bisher größte Studie zu dieser Fragestellung rückt nach Ansicht der Autoren die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchungen in den Fokus. Ärzte könnten besonders Patienten in jungen Jahren Anhaltspunkte zu ihrem individuellen Erkrankungsrisiko geben, so die Wissenschaftler. Bedeutsam sei diese Studie auch aufgrund ihrer Datenlage, da die schwedische Krebsdatenbank besonders umfangreich sei. © hil/aerzteblatt.de

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