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Reste von Venen-Bypässen liefern Stammzellen

Dienstag, 27. April 2010

Bristol – Stammzellen aus operativ entfernten Venen könnten künftig möglicherweise für die Therapie von Herzmuskelerkrankungen nützlich sein. In dem Journal Circulation (doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.899252) erschien jetzt eine Studie, in der britische Wissenschaftler unter der Leitung von Paolo Madeddu daraus erfolgreich Stammzellen isolierten. Nach einer Herz-Operation bleiben von der für den Bypass verwendeten Beinvene oft noch einige Zentimeter übrig.

Zunächst erstellten die Forscher die Zellen aus Venen, denen zur Organspende zugestimmt wurde. Bei der Weiterverwendung dieser Zellen im Mausmodell zeigte sich dann, dass sie das Wachstum neuer Blutgefäße in geschädigten Beinmuskeln anregten. Daraus erhoffen sich die Autoren nun, dass dieser Mechanismus auch im durch einen Infarkt geschädigten Herzmuskel wirksam sein könnte.

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Von Vorteil sei die autologe Verwendung der Stammzellen, so Madeddu. Ein Patient, der einen Bypass bekäme, profitiere gleichzeitig von den Stammzellen seiner eigenen Venen. Der Direktor der Bristish Heart Foundation nannte diese Erkenntnisse einen wichtigen und ermutigenden Fortschritt. © hil/aerzteblatt.de

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