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Streit um Studie zu ambulanten Operationen

Dienstag, 27. April 2010

Hamburg / München – Die KBV-Studie „Ökonomische Betrachtung des ambulanten Operierens“ sorgt bei niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern für Meinungsverschiedenheiten. Während die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) den Gutachtern vorwarf „die Versorgungsrealität zu verkennen“, begrüßten der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) und der Deutsche Facharztverband (DFV) die Ergebnisse. Laut der Untersuchung ließen sich durch ambulante Eingriffe jährlich dreistellige Millionenbeträge einsparen.

„Das Gutachten zeigt endlich schwarz auf weiß, dass der Grundsatz ‚ambulant vor stationär’ nicht nur die Patienten, sondern auch die Kostenträger entlastet“, kommentierte BNC-Präsident Dieter Haack. Zuvor hatte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum dagegen vor Defiziten in der Nachsorge ambulanter Eingriffe gewarnt und dem Gutachten vorgeworfen „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen.

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Für Haack ist dieser Frontalangriff nicht verwunderlich: „Immerhin gehen Patienten, die sich beim niedergelassenen Facharzt ambulant operieren lassen, der stationären Behandlung verloren“, so der BNC-Präsident. Die Verlagerung von Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich würde den Krankenhäusern finanzielle Ressourcen entziehen und werde daher wider jegliche Vernunft abgelehnt. © hil/aerzteblatt.de

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