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Koalition prüft weiteres Vorgehen gegen Pharmakonzerne

Mittwoch, 28. April 2010

München – Die schwarz-gelbe Koalition erwägt, noch schärfer gegen die Preispolitik der Pharmaindustrie vorzugehen. Der Arzneimittelexperte der Unionsfraktion, Michael Hennrich (CDU), sprach sich in der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag dafür aus, auch die privaten Krankenversicherer (PKV) in den Genuss der Einsparungen kommen zu lassen.

„Es war schon immer ein Ärgernis, dass Kosteneinsparungen primär für die gesetzliche Krankenversicherung vereinbart werden und nicht für die private Konkurrenz“, sagte der CDU-Politiker. Dabei seien die Ausgaben der PKV für Medikamente in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die der gesetzlichen Krankenversicherung.

Das Arzneimittel-Sparpaket für die GKV werde diesen Trend noch verschärfen, sagte Hennrich. „Es droht eine Ausweichreaktion.“ Die Pharmaindustrie werde versuchen, ihre Einbußen durch Preissteigerungen bei der PKV wieder auszugleichen.

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Das Gesundheitsministerium kündigte an, die Preisentwicklung zu beobachten. „Wir behalten das im Auge“, sagte eine Sprecherin. © ddp/aerzteblatt.de

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