Washington – Wegen der irreführenden Vermarktung eines Medikaments zur Behandlung psychotischer Krankheiten zahlt der europäische Pharmakonzern AstraZeneca 520 Millionen Dollar (rund 390 Millionen Euro) an die US-Behörden.
Der US-Justiz zufolge bot der Konzern das Mittel zwischen 2001 und 2006 gegenüber Ärzten in den USA zur Behandlung etwa von Alzheimer und von psychischen Störungen wie Aggressionen, Angstzuständen, Demenz, Depression und posttraumatischen Belastungsproblemen an.
Dafür sei es aber nicht ausdrücklich von der FDA zugelassen worden. AstraZeneca habe das Medikament gezielt vor allem bei solchen Ärzten beworben, die nicht auf psychische Erkrankungen spezialisiert waren wie etwa Haus- oder Kinderärzten.
Dem Staat sei dadurch Schaden entstanden, weil die Kosten für die Behandlung zum Teil von der staatlichen Krankenversicherung Medicaid getragen worden seien, erklärte das Ministerium. Von dem vereinbarten Strafgeld sollen 302 Millionen Dollar an die US-Bundesregierung in Washington und 218 Millionen Dollar an Medicaid gehen.
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