Berlin – Die forschenden Pharma-Unternehmen haben für das Jahr 2009 eine positive Bilanz gezogen. „Die medizinische Biotechnologie in Deutschland hat die Wirtschaftskrise gut überstanden“, erklärte Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und der MediGene AG, Martinsried, bei der Vorstellung des diesjährigen Branchenreports heute in Berlin.
„2009 sind die Umsätze mit Biopharmazeutika in Deutschland moderat um gut 5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro gewachsen.“ Damit hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren abgeflacht. Die Zahl der Mitarbeiter bleibt trotz Wirtschaftskrise stabil und beläuft sich auf rund 35.000.
„Die aktuelle Gesundheitspolitik macht es schwierig, auch im nächsten Jahr eine ähnlich positive Bilanz ziehen zu können“, betonte Mathias hinsichtlich der Markteingriffe seitens der Bundesregierung.
Maßnahmen wie zum Beispiel die starke Anhebung des Zwangsrabattes lehne die vfa bio strikt ab – das sei keine zukunftsorientierte Innovationspolitik, so der Geschäftsführer Siegfried Thom. „Das ist nicht als Kritik, sondern als Appell zu verstehen: um innovativ zu sein, muss man forschen!“, erklärte Mathias. Und keine Forschung ohne Geld.
Die Investition in Erforschung und Entwicklung neuer biotechnologischer Medikamente war Mathias zufolge erfolgreich: In Deutschland wurden 12 neue Biopharmazeutika zugelassen. Die Zahl neuer Medikamente in klinischer Entwicklung ist um 12 Prozent gewachsen. Der vfa bio-Vorsitzende resümierte: „Damit befanden sich Ende 2009 rund 470 Medikamente in klinischen Studien oder im Zulassungsverfahren.“
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