Berlin – Wer an Hüfte, Kniegelenk oder nach einem Oberschenkelhalsbruch operiert werden muss, kann sich künftig ein geeignetes Krankenhaus im Internet suchen. Der AOK-Bundesverband stellte am Donnerstag in Berlin einen „Krankenhausnavigator“ vor, mit dem Patienten zunächst die Behandlungsergebnisse von Kliniken in den vier Pilotregionen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe vergleichen können.
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Verbraucherschützer begrüßten das neue Internetangebot. Stefan Etgeton vom Verbraucherzentrale Bundesverband sprach von einem „sinnvollen Weg“. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Fritz-Uwe Niethard, erklärte, durch die frühzeitige Erkennung von „Ausreißern in der Versorgungsstruktur“ könnten Mängel entdeckt und behoben werden.
In Deutschland müssen sich jährlich mehr als 330.000 Patienten einer Operation unterziehen, um ihre Hüft- oder Kniegelenke ersetzen zu lassen. Mehr als 100.000 Menschen müssen sich zudem wegen sogenannter hüftgelenksnaher Frakturen operieren lassen. Der AOK-Krankenhausnavigator soll in diesem Jahr um weitere AOK-Regionen sowie ein viertes Krankheitsbild erweitert werden.
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