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Amelung: Zur Integrierten Versorgung gibt es keine Alternative

Donnerstag, 29. April 2010

Berlin – Einige wenige Faktoren entscheiden darüber, ob ein Vertrag zur Integrierten Versorgung gut ist oder nicht. Diese Auffassung vertritt Volker Amelung, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Managed Care, im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. „Der wichtigste Faktor ist Zeit. Ärzte müssen sich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen können. Und die muss dann auch vergütet werden“, sagt Amelung.

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Er bedauert nicht, dass die Anschubfinanzierung für Integrationsverträge eingestellt wurde: „So etwas ist nur für einen gewissen Zeitraum sinnvoll. Dann muss man wieder dem Wettbewerb das Feld überlassen.“ Dass die Integrationsversorgung Zukunft hat, davon ist Amelung überzeugt: „Es gibt gar keine Alternative, wenn wir Patienten auch künftig hochwertig versorgen wollen. Die Menschen werden immer älter, viele sind chronisch krank und multimorbide.“

Die Krankenkassen, sagt Amelung, haben längst die Kompetenz, gute Integrationsverträge auszuhandeln. Doch sie kommen noch zu selten dazu, denn: „Es wurden reihenweise gute Leute eingekauft. Das Problem ist nur: Die sind heute mit dem Risikostrukturausgleich oder mit Fusionen beschäftigt.“ © Rie/aerzteblatt.de

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