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Fast-Food-Ketten gegen Chips und Pommes aus Genkartoffeln

Montag, 3. Mai 2010

Hamburg – Chips und Pommes ohne Gentechnik? Der „Spiegel“ berichtet von einer neuen Greenpeace-Umfrage, nach der die großen Hersteller von Chips und Pommes frites mehrheitlich den Einsatz einer neuen, gentechnisch veränderten Kartoffel ablehnen, die für die Herstellung von Lebensmitteln eingesetzt werden soll.

Die große Mehrheit unter Europas größten kartoffelverarbeitenden Unternehmen – darunter Burger King, McDonald's, Lorenz Snack-World und Nordsee – habe sich klar dagegen ausgesprochen.

Anfang März hatte die EU-Kommission den Anbau der umstrittenen Gen-Kartoffel Amflora bewilligt, die nur industriell verarbeitet wird. Hersteller BASF hatte daraufhin angekündigt, in diesem Jahr die Zulassung für zwei weitere Sorten Gen-Kartoffeln zu beantragen. Aus einer davon mit dem Namen Fortuna sollen auch Lebensmittel wie Chips und Pommes hergestellt werden.

Die große Mehrheit der befragten Unternehmen gibt nun laut Greenpeace an, diese Kartoffel nicht nutzen zu wollen. Viele Firmen würden es sogar begrüßen, wenn die EU den Anbau gentechnisch veränderter Kartoffeln gar nicht erst zulassen würde.

Gründe dafür seien die Sorge vor einem Imageschaden für Kartoffelprodukte, die Verunsicherung der Verbraucher und die zusätzlichen Kosten in der Qualitätssicherung.

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Laut „Spiegel“ sieht auch der Verband der kartoffelverarbeitenden Industrie keine Notwendigkeit für eine Zulassung, weil der Verbraucher nicht bereit sei, „gentechnisch veränderte Produkte in der Lebensmittel- und Futtermittelkette zu akzeptieren“.

Auch der Vatikan und zahlreiche kirchliche Organisationen und Verbände wie Misereor oder die Katholische Landvolkbewegung hatten sich vor kurzem kritisch zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft geäußert. © kna/aerzteblatt.de

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