Edinburgh – Britische Forscher sind in einer genomweiten Assoziationsstudie auf Varianten in drei Genen gestoßen, die dem Bericht in Nature Genetics (2010; doi: 10.1038/ng.562) zufolge 70 Prozent der Prädisposition erklären könnten.
Beim Morbus Paget, auch Osteodystrophia deformans genannt, kommt es – häufig an verschiedenen Orten zugleich – zu einem hochgradig gesteigerten Knochenumbau. Auf eine stark erhöhte Resorption der Knochenmasse durch Riesenosteoklasten folgt der gestörte Wiederaufbau eines Knochens mit verminderter mechanischer Stabilität.
Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Häufig bleibt die Erkrankung ohne Folgen. Es kann aber zu Schmerzen, Frakturen bis hin zu schweren Deformitäten des Skeletts kommen. Die Ursache des Morbus Paget ist nicht bekannt.
Es gibt aber eine starke familiäre Disposition: Etwa 15 Prozent der Patienten haben einen Verwandten ersten Grades, der das Erkrankungsrisiko für weitere Familienmitglieder um den Faktor 7 bis 10 steigert.
Vor einigen Jahren wurden Mutationen im SQSTM1-Gen mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Es kodiert das Protein Sequestosom 1, das an der Regulierung der Osteoklasten beteiligt ist. Es soll für über 20 Prozent der familiären Erkrankungen verantwortlich sein (Lancet 2008; 372: 155-63).
Jetzt haben Omar Albagha von der Universität Edinburgh drei weitere Suszeptibilitätsgene entdeckt. Sie sind das Ergebnis einer genomweiten Assoziationsstudie, in der die Gene von 750 Personen mit Morbus Paget und 1.002 Gesunden verglichen wurden. Es folgte eine Validierung an einer zweiten Gruppe von 500 Fällen und 535 Kontrollen.
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