Berlin – Die Ärztekammer Berlin fordert, ein bundesweites Register für Arzneimittelstudien einzurichten. „Ärzte und Patienten haben einen Anspruch auf vollständige, umfassende und verständliche Informationen. Die Straßenbeleuchtung ist auch nicht dort abgeschaltet, wo es gefährlich wird“, unterstrich Kammerpräsident Günther Jonitz heute in Berlin.
Deshalb sollte die pharmazeutische Industrie verpflichtet werden, in dem bundesweiten Register alle Studien offenzulegen, die im Laufe der Produktentwicklung vorgenommen wurden. Zudem gelte es, sämtliche Rohdaten der verfügbaren Studien öffentlich zugänglich zu machen, um auch im Nachhinein Studienergebnisse unabhängig überprüfen zu können.
Gleichzeitig sprach sich Jonitz dafür aus, Arzneimittelstudien über einen unabhängigen Fonds nach italienischem Vorbild finanzieren zu lassen. So seien Pharmaunternehmen in Italien verpflichtet, fünf Prozent ihres jährlichen Werbeetats in einen entsprechenden Fonds einzuzahlen.
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