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Kirchliche Krankenhäuser: Wirtschaftlichkeit ist nicht alles

Donnerstag, 6. Mai 2010

Berlin – Kirchliche Krankenhausverbände haben angemahnt, bei Rationierungsplänen im Gesundheitswesen nicht die Patientenperspektive zu vernachlässigen. Dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit dürfe nicht alles untergeordnet werden, sagte der Geschäftsführer des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD), Thomas Vortkamp, beim Hauptstadtkongress Gesundheit am Donnerstag in Berlin. Zugleich betonte er, Wirtschaftlichkeit sei zweifellos ein wichtiger Faktor, da es im Krankenhausbereich keinen finanziellen Spielraum mehr für Verschwendungen gebe.

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern der Katholische Krankenhausverband und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV), die medizinische Versorgung am Behandlungsbedarf und nicht an Finanz- und Abrechnungsmodalitäten auszurichten.

Die Verbände plädieren dabei für eine bessere Verzahnung etwa von ambulanten und stationären Diensten. „Die Vernetzungspotentiale sind noch nicht optimal ausgeschöpft“, urteilte Vortkamp. Jedes dritte Krankenhaus in Deutschland ist in kirchlicher Trägerschaft.

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Eine deutliche Absage erteilten die kirchlichen Krankenhausverbände politischen Überlegungen, die Ausbildung im Pflegebereich von den Trägereinrichtungen abzukoppeln und in Berufsschulen anzusiedeln.

Federführend bei dieser Länderinitiative, mit der sich die Gesundheitsministerkonferenz im Juni beschäftigt, ist Baden-Württemberg. „Jeder zweite Ausbildungsplatz in der Pflege ist an ein christliches Krankenhaus gebunden und wir wollen diese gute Verbindung von Theorie und Praxis nicht aufgeben“, betonte Vortkamp. © kna/aerzteblatt.de

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