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| dpa |
Die Regierung des Bundesstaates Western Australia hatte vor der beginnenden Wintersaison allen Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren eine kostenfreie Grippeimpfung angeboten. Nach dem Beginn der Impfkampagne kam es dann zu vermehrten Meldungen über Fieberkrämpfe im Zusammenhang mit dem Impfstoff Fluvax.
Dies veranlasste die australische Regierung am 23. April, den Ärzten von der Verwendung von Fluvax abzuraten. Die Arzneibehörde Therapeutic Goods Administration (TGA) prüft derzeit zusammen mit dem Hersteller, ob es sich um ein Chargenproblem handelt.
Nach Angabe der Regierung wurden 77 Fälle von Fieberkrämpfen gemeldet, darunter 57 aus dem Bundesstaat Western Australia. Wenn eine Schätzung der Tageszeitung „The Australian“ zutrifft, nach der zwischen 20.000 und 30.000 Kinder geimpft wurden, dann käme auf etwa 500 geimpfte Kindern ein Fieberkrampf.
Ein Anstieg der Körpertemperatur nach Grippeimpfungen ist nicht ungewöhnlich. Das australische Gesundheitsministerium gab die Inzidenz mit 20 Prozent an, was sich in etwa mit den Ergebnissen einer randomisierten Studie zu einem monovalenten Impfstoff gegen die Schweinegrippe (H1N1) deckt, die der Hersteller CSL jüngst publizierte.
Dort kam es nach der ersten Impfung unter der niedrigen – immunologisch aber ausreichenden – Dosierung bei 23,9 Prozent der Kinder unter 5 Jahren zu einem Temperaturanstieg (41 Prozent in der höheren Dosierung).
Schwere Fieberreaktionen (>39,5°C) waren selten. Sie wurden bei einem von 184 Kindern in der niedrigen und bei 7 von 183 Kindern in der hohen Dosierung registriert. Ein einzelnes Kind (18 Monate) erlitt 20 Tage nach der Impfung einen Fieberkrampf, der aber im Rahmen einer Pneumonie auftrat (JAMA 2010; 303: 37-46).
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