Berlin – „Es ist dringend notwendig, die Regelungen zur Bedarfsplanung in Deutschland zu ändern“, sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gestern Abend nach einem Gespräch mit seinen Länderkollegen, zu dem er in das Bundesgesundheitsministerium geladen hatte.
„Diese Regelungen stammen noch aus den 1990er Jahren, als wir eine Ärzteschwemme hatten. Doch seither haben sich die Rahmenbedingungen vollkommen geändert.“
Heute gebe es in einem Bezirk sowohl eine Über- als auch eine Unterversorgung mit Vertragsärzten, die sich jedoch durch die Größe des Bezirkes statistisch ausgleiche. „Die Länder wünschen sich deshalb, dass die Bezirke verkleinert werden, damit sie die Bedarfsplanung den tatsächlichen Bedürfnissen anpassen können“, erklärte Rösler.
„Wir wollen ihnen gerne die Möglichkeit geben, das zu tun.“ Diesbezügliche Änderungen könnten auch „relativ schnell“ angegangen werden, da ja Einigkeit mit den Bundesländern bestehe.
Das Gesundheitsministerium will zudem zusammen mit der Kultusministerkonferenz und dem Wirtschaftsministerium die Auswahl der Medizinstudierenden stärker auf eine spätere Tätigkeit als Landarzt ausrichten. Eine Imagekampagne soll das begleiten. Denn heute sei es zum Teil so, dass Medizinstudierende keine Weiterbildung zum Hausarzt absolvieren wollten, weil der Beruf ein schlechtes Image habe, sagte Rösler.
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Ich war 1982 Sanitätssoldat in einer Zahnstation. Seit Monaten wurde vergeblich Lidocain angefordert und schliesslich gab es kein Xylocain mehr. Glücklicherweise gab es in den umliegenden Zahnstationen Schwarzbestände, die ausgeliehen werden konnten. Nach weiteren Monaten bekamen wir dann eine ganze LKW -Ladung, die wohl für die nächsten 20 Jahre gereicht hätte. Soviel zu Bundeswehr und Planung. Nun wünsche ich Herrn Rössler ein besseres Händchen.
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