Essen – Fünf Wochen nach dem vorläufigen Ende der Schweinegrippe-Impfung droht den Bundesländern ein finanzieller Verlust von mehr als 250 Millionen Euro. Bundesweit blieben rund 30 Millionen Impfdosen ungenutzt, wie die Zeitungen der WAZ-Gruppe vom Freitag berichten.
Alle Bemühungen, wenigsten einen Teil des überflüssigen Serums ins Ausland zu verkaufen, seien vorerst gescheitert, bestätigte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums den Zeitungen.
Niedersachsen hatte im Namen aller 16 Bundesländer seit Januar nach Abnehmern für den massenhaft zuviel georderten Grippeschutz gesucht. Zunächst zeigten zwar etliche Staaten Interesse, darunter Albanien, Moldawien, Mazedonien, der Kosovo und die Mongolei.
aerzteblatt.de |
Nun hofften die Länder, wenigstens einen Teil des Serums im Herbst wieder zu Geld machen zu können. Experten prüften derzeit, ob der Impfstoff auch gegen die saisonale Grippe eingesetzt werden könne. „Die Untersuchungen laufen aber noch“, heißt es aus Niedersachsen. Die Uhr tickt. Spätestens Mitte 2011 ist der gesamte teure Stoff verdorben.
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