München – Autoimmune T-Zellen, die Krankheiten wie Diabetes-Typ-1 oder Multiple Sklerose verursachen, können vom Körper erkannt und sogar aussortiert werden. Wie er dies schafft, haben nun Immunologen der Ludwig-Maximilians-Universität in München erforscht und in Nature Immunology (doi:10.1038/ni.1874) veröffentlicht. Dabei werden die Zellen laut den Aussagen der Autoren entweder zum „Selbstmord“ angeregt oder in ungefährliche T-Zellen umgewandelt.
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Die Wissenschaftler unter der Leitung von Ludger Klein reduzierten bei Mäusen die Gen-Aktivität eines Schlüsselmoleküls für die Antigen-Präsentation und beobachteten dann, dass autoimmune T-Zellen nicht mehr aussortiert wurden. Das Molekül kodiert die im Thymus-Mark befindlichen medullären Epithelzellen.
Diese bilden sogenannte Selbst-Antigene, also Proteine, die sämtliche Zellstrukturen des Körpers abbilden. Nachdem sie diese Eiweiße zerstückeln, präsentieren sie die Bruchstücke den T-Zellen und können dabei kontrollieren, ob die T-Zelle darauf reagiert. Die autoimmunen T-Zellen werden daraufhin entweder eliminiert oder zu regulatorischen T-Zellen umprogrammiert.
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