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Medizin

Frühgeborene bleiben schmerzempfindlich

Montag, 10. Mai 2010

London – Die intensivmedizinische Behandlung erhöht bei Frühgeborenen möglicherweise langfristig die Schmerzempfindlichkeit. Dies legen Untersuchungen in NeuroImage (2010; doi:10.1016/j.neuroimage.2010.04.253) nahe.
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Von der Magensonde und Kathetern bis hin zu häufigen Blutentnahmen sind Frühgeborene in den ersten Lebenstagen bis -wochen einer Reihe von schmerzhaften Untersuchungen und Behandlungen ausgesetzt. Dies hinterlässt Spuren, die Rebeccah Slater vom University College London bei einer späteren Untersuchung nachweisen.

Mittels EEG zeichneten sie die evozierten Potenziale auf, die bei der Entnahme von Fersenblut entstehen. Dieser Marker für das Schmerzempfinden wurde einmal bei Frühgeborenen bestimmt, die mindestens 40 Tage in der Klinik betreut worden waren. Die Vergleichsgruppe bestand aus gesunden Neugeborenen, die das gleiche Alter bezogen auf die letzte Menstruation vor der Schwangerschaft hatten.

Die Frühgeboren zeigten deutlich gesteigerte evozierte Potenziale, was die Autorin als Spätwirkung der Intensivtherapie deutet. Die Reaktion auf eine normale Berührung war bei den Frühgeborenen dagegen nicht erhöht. Ungeklärt ist, wie lange die erhöhte Schmerzempfindlichkeit bestehen bleibt und ob sie durch eine intensive Schmerzbehandlung verhindert werden könnte. © rme/aerzteblatt.de

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