Rösler warnt Ärzte vor Rationierungsdebatte
Mittwoch, 12. Mai 2010
Dresden – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Ärzte vor einer Debatte über die Rationierung von Gesundheitsleistungen gewarnt. „Die Debatte um die Priorisierung von Gesundheitsleistungen halte ich für sehr gefährlich.
Denn letztlich hat jeder Patient das Recht auf eine medizinisch gute Versorgung“, sagte er der „Sächsischen Zeitung“ vom Mittwoch. Deshalb müssten alle für das Gesundheitssystem Verantwortlichen dafür sorgen, dass die 170 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung effizient verwaltet werden.
Mehr Geld für Ärzte könne es nicht geben. „Es ist bereits sehr viel Geld im System“, sagte er. Ziel müsse es sein, das vorhandene Geld besser und effektiver auszugeben als bisher – auch für ärztliche Leistungen.
Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe kritisierte dagegen: „Die Politik sollte zumindest zur Kenntnis nehmen, dass Gesundheitsleistungen schon jetzt heimlich rationiert werden. Die Ärzte sprechen von barmherziger Lüge, wenn den Patienten das Beste versprochen, aber nur das Zweit- oder Drittbeste verordnet werden kann.“
© ddp/aerzteblatt.de
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