Sydney – Mit einem ungewöhnlichen Mast-Experiment belegen australische Forscher in Diabetologia (2010; doi: 10.1007/s00125-010-1768-y) die familiäre Prädisposition des Typ-2-Diabetes mellitus.
Vier Wochen lang wurden die 41 gesunden Teilnehmer der Studie regelrecht gemästet. Sie nahmen genau berechnete 5.200 Kilojoule (1.250 Kilokalorien) mehr zu sich als sie verbrauchten. Das führte unweigerlich zu einer Gewichtszunahme, die allerdings bei den 17 Teilnehmern mit Diabetikern in der Familie größer ausfiel.
Sie nahmen um 3,4 kg zu gegenüber 2,2 kg bei den Probanden mit negativer Familienanamnese, wie die Gruppe um Leonie Heilbronn vom Garvan Institute of Medical Research in Sydney berichtet.
Die Prädisposition zum Diabetes machte sich nicht nur in einer rascheren Gewichtszunahme bemerkbar. Auch die Insulinspiegel und die Blutzuckerspiegel waren höher. Diese Kombination ist ein Zeichen für eine gesteigerte Insulinresistenz, die nach den Berechnungen der Forscher bei den familiär vorbelasteten Probanden stärker ausgeprägt war, während die Fettablagerungen in Leber, Subkutis und Bauchraum in beiden Gruppen gleich waren.
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