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| dpa |
So hat der massive Stellenabbau in der Pflege laut „Pflegethermometer 2009“, dazu geführt, dass immer weniger und statistisch betrachtet immer ältere Pflegekräfte immer mehr Patienten versorgen müssen. Die Folge ist eine zunehmende Arbeitsbelastung der Pflegekräfte, die sich unmittelbar auf die Versorgungsqualität auswirkt.
Besonders bei der Pflege verwirrter und bewegungseingeschränkter Patienten, der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender sowie der Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme zeigt die Studie Mängel auf. Aber auch bei Medikamentengabe, Verbandswechsel und Hygienemaßnahmen konnten mehr als Hälfte der Befragten nicht ausschließen, dass sie aufgrund der hohen Arbeitsbelastung Fehler machen.
Kurzfristige Änderungen des Personalmangels in der Krankenhauspflege erscheinen nach den vorliegenden Erkenntnissen kaum möglich, da nicht genügend ausgebildet werde und der Arbeitsmarkt leer sei. Wie der steigende Bedarf an Pflegekräften zukünftig gedeckt werden könne, bleibe vor diesem Hintergrund offen, so das dip.
„Das, was in den vergangenen Jahren bei den Krankenhausärzten mit einem deutlichen und anhaltenden Ausbau von mehr als 20.000 Stellen richtig gemacht wurde, ist bei der Krankenhauspflege durch einen massiven Stellenabbau schief gelaufen und wird nun immer folgenschwerer für die Beschäftigten und die Patienten“, warnte Projektleiter Michael Isfort.
Auch der Deutsche Pflegerat (DPR) betrachtet die Befunde des Pflegethermometers mit Sorge. „Angesichts der heute vorgelegten Empirie muss Schluss sein mit dem Taktieren, Lavieren und Kaschieren des eklatanten Pflegekollaps in der Republik“, forderte DPR-Präsident Andeas Westerfellhaus.
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