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DRG-System verhindert gute Versorgung Demenzkranker

Mittwoch, 19. Mai 2010

Saarbrücken – Betriebswirtschaftliche Barrieren verhindern häufig, dass Allgemeinkrankenhäuser innovative Konzepte zur Versorgung Demenzkranker einführen. Das ist ein Zwischenergebnis einer Studie des Iso-Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft im Auftrag der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft.

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Zwar sprachen sich die befragten Führungskräfte der Allgemeinkrankenhäuser größtenteils dafür aus, ihre Klinik stärker auf Demenzkranke auszurichten. Allerdings müsse nach Ansicht der Befragten zunächst das Fallpauschalensystem (DRG-System) verändert werden, um die durch die Behandlung demenzkranker Patienten verursachten Mehrkosten von durchschnittlich 1.045 Euro pro Patient zu kompensieren.

Diese zusätzlichen Kosten resultieren laut Studie in erster Linie aus einem erhöhten Personalaufwand, aus Zusatzentgelten für Konsile sowie aus längeren Liegezeiten. „Als weitere Hemmnisse für die Umsetzung demenzsensibler Konzepte nannten die Leitungskräfte Barrieren auf der institutionellen Ebene“, erklärte Sabine Kirchen-Peters vom Iso-Institut. So werde der Stellenwert psychischer Begleiterkrankungen im Krankenhaus häufig unterschätzt. © hil/aerzteblatt.de

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