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NAV fordert Stopp der Gesundheitskarte

Mittwoch, 19. Mai 2010

Berlin – Nach dem Deutschen Ärztetag hat sich nun auch der NAV-Virchow-Bund gegen die Einführung der „abgespeckten“ elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ausgesprochen. Der Verband bezeichnete das Telematikprojekt als „kontraproduktiv“ sowie „technologisch fragwürdig“ und forderte, die Ausgabe nicht weiter zu forcieren.

Der von der Betreibergesellschaft Gematik angestrebte internetbasierte Stammdatenabgleich in den Arztpraxen sei eine weitere administrative Aufgabe, die von den Krankenkassen in die Arztpraxen verlagert werde, kritisierte der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands. „Das Management von Versichertendaten hat in der Arztpraxis nichts verloren. Es kostet Zeit und Geld, das in der Patientenversorgung fehlt“, so der NAV-Virchow-Bund. Besonders in Zeiten drohenden Ärztemangels sei dieses Vorhaben kontraproduktiv.

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Nach wie vor liege keine positive und transparente Kosten-Nutzen-Risiko-Kalkulation für das Projekt vor. „Unter diesen Umständen ist es fahrlässig, ein fragwürdiges Projekt mit öffentlichen und Versicherten-Geldern und gegen Widerstände von Patienten und Ärzten durchzusetzen“, unterstrich der NAV-Virchow-Bund. © hil/aerzteblatt.de

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