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Imitierte Haarzellen könnten Taube hören lassen

Donnerstag, 20. Mai 2010

Stanford – Nach jahrelanger Arbeit ist es Wissenschaftlern der Universität Stanford gelungen, Zellen zu entwickeln, die funktionell den inneren Haarzellen im Ohr sehr ähnlich sind. Dadurch erhoffen sie sich nicht nur ein tieferes Verständnis der molekularen Grundlagen des Hörens, sondern auch neue Therapien gegen die Taubheit. Die Forscher unter Leitung von Stefan Heller haben ihre Ergebnisse im Journal Cell publizieren (10.1016/j.cell.2010.03.035).

Die für den Hörvorgang wichtigen Haarzellen nehmen Vibrationen aus der Umgebung auf und senden sie als akustische Signale zum Gehirn weiter. Im Mausmodell versuchen die Wissenschaftler bereits seit zehn Jahren, Zellen zu züchten, die möglichst getreu diese Mechanismen imitieren können.

Ausgehend von sowohl embryonalen als auch induzierten, pluripotenten Stammzellen entwickelten sie nun Zellen, die schon rein äußerlich im Elektronenmikroskop den menschlichen Ohrzellen ähneln. Zudem reagierten die Zellen gut auf mechanische Stimulation.

Ein Problem des Hörverlustes ist es, dass der Mensch diese inneren Haarzellen nicht mehr nachwachsen lassen kann. Heller und seine Kollegen hoffen deshalb darauf, ihre Zellen in näherer Zukunft auch als Therapieoption anzubieten. © hil/aerzteblatt.de

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