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Forschungsverbund will neuen Knochenersatz entwickeln

Donnerstag, 20. Mai 2010

Dresden – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den drei Universitäten Gießen, Dresden und Heidelberg einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) mit dem Titel „Werkstoffe für die Hartgeweberegeneration im systemisch erkrankten Knochen“ bewilligt. Ziel des Forschungsverbundes ist es, gezielt neue Knochenersatzmaterialien und Implantatwerkstoffe für systemisch erkrankte Knochen zu entwickeln und die besonderen Eigenschaften zu untersuchen und zu testen.

Im Mittelpunkt stehen hierbei zwei Erkrankungen: Osteoporose sowie die bösartige Tumorerkrankung Multiples Myelom. „Der modernen Unfallchirurgie und Orthopädie steht zwar eine Vielzahl an Knochenersatzmaterialien wie auch dauerhaften Implantaten zu Verfügung; diese sind jedoch nicht an die spezifischen Bedingungen solcher systemischen Krankheitsbilder angepasst, welche generell zu einer Verschlechterung der Knochenfraktur- und -Defektheilung führen“, heißt es dazu von den Wissenschaftlern.

Aufgabe des Forschungsverbundes sei es deshalb, völlig neuartige Lösungen für solche Formen von Knochendefekten zu entwickeln und in geeigneten Zellkultur- und Tiermodellen zu untersuchen. Am Ende des auf insgesamt zwölf Jahre angelegten Vorhabens sollen die Ergebnisse in die klinische Anwendung übertragen werden. © hil/aerzteblatt.de

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