Maastricht – Unter einer langfristigen Therapie mit Metformin kam es in einer randomisierten klinischen Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 340: c2181) zu einem Abfall der Vitamin-B12-Konzentration im Blut. Die Autoren raten zu Laborkontrollen und einer etwaigen Substitution.
Es ist bekannt, dass Metformin, derzeit eines der bevorzugten oralen Antidiabetika, die Absorption von Vitamin-B12 im Darm herabsetzt. Doch die Gefahr eines Vitaminmangels wurde bisher als sehr gering eingestuft. Die Fachinformationen raten allenfalls dazu, die Metformintherapie als mögliche Ursache einer megaloblastären Anämie in Betracht zu ziehen.
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Ergebnis: Unter der Dosierung von 850mg Metformin dreimal täglich kam es zu einem Rückgang der Vitamin B12-Konzentration um im Mittel 19 Prozent. Die Häufigkeit eines Vitamin B12-Mangels (Konzentration unter 150 pmol/l) war am Ende der Studie um 7,2 Prozentpunkte höher als im Placebo-Arm der Studie.
Dies ergibt eine “Number Needed to Harm” von 13,8 über den Studienzeitraum von 4,3 Jahren. Das Risiko dürfte langfristig weiter ansteigen, denn die Vitamin B12-Konzentration fiel im Verlauf der Metformintherapie kontinuierlich ab. Da eine Substitution möglich ist, sollte nach Ansicht der Autoren erwogen werden, hin und wieder den Vitaminspiegel zu kontrollieren.
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