Düsseldorf – Mediziner warnen vor einem zunehmenden krankhaften PC- und Internetgebrauch Jugendlicher. „Für immer mehr und immer jüngere Menschen wird die Faszination Computer buchstäblich grenzenlos und bedarf gezielter Therapie“, erklärte am Dienstag in Düsseldorf die Allgemeine Hospitalgesellschaft (AHG), die in Kliniken entsprechende Suchttherapien anbietet. Inzwischen seien schätzungsweise 1,7 Prozent aller Jugendlichen wegen exzessiven PC- und Internetgebrauchs behandlungsbedürftig.
Laut AHG liegt eine krankhafte Störung vor, wenn der Computer außerhalb von Schule und Beruf täglich 4,5 Stunden oder mehr genutzt wird. Manche Menschen verbrächten bis zu 50 Stunden ohne Unterbrechung oder 100 Stunden pro Woche vor dem Bildschirm.
Als Folge drohten neben psychischen Störungen auch körperliche Probleme, sozialer Rückzug und wirtschaftlicher Ruin. Vor allem schüchterne und ängstliche Menschen neigten zu einer Flucht in die virtuelle Realität, so die Mediziner.
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