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Männliche Feten sollen empfindlicher auf äußere Stressoren reagieren als weibliche. Nach Natur- und Umweltkatastrophen, aber auch schweren Wirtschaftskrisen komme es zu einem Rückgang der männlichen Geburten, berichten Tim Bruckner und Mitarbeiter der Universität von Berkeley in Kalifornien.
Auch der „communal bereavement“, eine Art nationale Massentrauer, nach dem Terroranschlag am 11. September könnte eine solche Wirkung gehabt haben, vermuten sie. Auch wenn nur eine Minderheit der Bevölkerung direkt betroffen war, weil ihren Angehörigen beim Anschlag oder den Rettungsmaßnahmen zu Schaden kamen. Die Medien berichteten jedoch in den folgenden Wochen fast ausschließlich über den Anschlag und die dauernde Exposition mit den Bildern einstürzender Zwillingstürme könnte auch fern der Orte des Anschlags seine Spuren hinterlassen haben.
Die Analyse aller fetalen Todesfälle jenseits der 20. Gestationswoche, den die Forscher durchführten, ergab jedenfalls landesweit einen Anstieg um 3 Prozent gegenüber den Werten im September der Vorjahre.
Und da in der Regel nur 10 bis 30 Prozent aller Totgeburten in den Statistiken erscheinen, könnte die tatsächliche Zahl der fetalen Todesfälle noch höher gelegen haben. Eine im letzten Jahr in BMC Public Health (2009, 9: 252) publizierte Studie konnte demgegenüber keine Auswirkungen des Terroranschlags auf den Ausgang der Schwangerschaften von Militärangehörigen nachweisen.
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