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NICE: Absage zu Nexavar und Kompromiss bei Iressa

Donnerstag, 27. Mai 2010

London – Das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), das für den National Health Service (NHS) Wirkung und Wirtschaftlichkeit neuer Medikamente prüft, hat dem Hersteller Bayer eine Absage erteilt. Patienten mit Leberkrebs wird das Krebsmittel Nexavar® (Wirkstoff: Sorafenib) vorenthalten. Mit dem Hersteller AstraZeneca wurde dagegen ein Kompromiss zu Iressa® (Gefitinib) erzielt.

Sorafenib und Gefitinib gehören zu den Kinaseinhibitoren. Sie blockieren in der Krebszelle die Weiterleitung von Wachstumssignalen. Beide sind in Europa zugelassen, auch wenn die Wirksamkeit bei beiden hinter den anfänglichen Erwartungen zurück geblieben war.

Sorafenib verlängerte in der Zulassungsstudie das Gesamtüberleben beim Leberzellkarzinom von 7,9 auf 10,7 Monate. Es ist außerdem beim Nierenzellkarzinom zugelassen, wo das Gesamtüberleben von 15,9 auf 19,3 verlängert wird.

Das sind vergleichsweise bessere Ergebnisse als bei Gefitinib, das in einer maßgeblichen Studie eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom von sechs auf neuneinhalb Monate erzielte.

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Bei beiden Medikamenten verweigerte NICE zunächst mit dem Hinweis auf die exorbitanten Kosten die vorbehaltlose Finanzierung durch das NHS und trat in Verhandlung mit den Herstellern ein. Mit AstraZeneca wurde eine Einigung erzielt: Die Therapie mit Iressa® (Wirkstoff: Gefitinib) darf maximal 12.200 Pfund (14.400 Euro) kosten.

Wenn die Patienten weniger als drei Monate lang durchgeführt wird, stellt der Hersteller sie nicht in Rechnung. Mit Bayer wurde kein Kompromiss erreicht. Krebspatienten, die dieses Mittel einnehmen möchten, müssen es in England und Wales selbst bezahlen. © rme/aerzteblatt.de

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