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Kopfpauschale kostet 250 Millionen Verwaltungsgebühr pro Jahr

Freitag, 28. Mai 2010

Köln – Gegen die Einführung einer Kopfpauschale zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung und das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) der Universität zu Köln ausgesprochen. Die Kopfpauschale bringt den Instituten zufolge keine nennenswerten Impulse für mehr Effizienz oder Qualität im Gesundheitswesen.

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Die Gesundheitsforscher fürchten, dass bereits die Nachteile einer kleinen Pauschalprämie von rund 29 Euro besonders Menschen mit geringeren Einkommen treffen werden. „Erst ab einem Monatsbrutto um die 3.500 Euro brächte die Kopfpauschale eine finanzielle Entlastung, die mit steigendem Einkommen bis zur Bemessungsgrenze wächst“, so die Berechnungen des IGKE.

Der von den Kopfpauschalen-Befürwortern versprochene Sozialausgleich ist nach Ansicht der Gesundheitsforscher nur schwer umzusetzen. „Bislang gibt es in Deutschland keine Institution, die solch einen Ausgleich organisieren könnte“, warnen sie.

Ein Blick in die Kopfpauschalen-Systeme der Schweiz und der Niederlande zeige zudem, dass allein die administrative Abwicklung des Sozialausgleichs jährlich rund 250 Millionen Euro kosten würde. Einmalige Ausgaben für den Aufbau der Verwaltung seien in dieser Schätzung noch gar nicht enthalten. Weitere gravierende Probleme prognostizieren die Fachleute beim Datenschutz und mit säumigen Prämienzahlern. © hil/aerzteblatt.de

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