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Stiftung Organtransplantation will Befugnisse in Kliniken

Montag, 31. Mai 2010

München – Um die stagnierende Zahl der Organtransplantationen zu erhöhen, fordert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) weitreichende Befugnisse ihrer Organisation in den Kliniken. „Die Zuständigkeit für die Organspende muss komplett an die DSO übertragen werden. Und sie muss die Kompetenz erhalten, jeden Todesfall in einer Klinik hinterfragen zu können“, sagte der medizinische Vorstand der Stiftung, Günter Kirste, dem Nachrichtenmagazins „FOCUS“.

Eine derartige Struktur, wie sie in Spanien bestehe, ist nach Meinung des Mediziners Grund für die dort europaweit höchste Zahl von Organspenden. Entschieden wandte sich der Chirurg gegen einen Reformvorschlag des deutschen Ärztetages. Das Gremium hatte Mitte Mai überraschend für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung gestimmt.

Dabei gilt jeder, der nicht ausdrücklich widersprochen hat, automatisch als potenzieller Spender. Diese Lösung gefährde „das Ziel der Vollversorgung mit Organen», sagte Kirste: „Die Menschen wollen sich diese Entscheidung nicht wegnehmen lassen.“

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In Deutschland gilt derzeit eine „erweiterte Zustimmungslösung“. Dabei dürfen Organe entnommen werden, wenn der Betroffene vorab ausdrücklich zugestimmt hat oder die Angehörigen Ja zu einer Entnahme sagen. © kna/aerzteblatt.de

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