Diagnostik der Amphetamin-Überdosis über Atemluft möglich
Montag, 31. Mai 2010
Stockholm – Erstmals ist es Forschern gelungen, Amphetamin-Dosen in ausgeatmeter Luft zu bestimmen. Die Wissenschaftler des schwedischen Karolinska Institutes beschreiben ihr Verfahren in der Juniausgabe des Journal of Analytical Toxicology (June 2010, Vol. 34, No. 5,233–237).
Olof Beck und seine Kollegen des Institutes untersuchten zwölf Patienten, die wegen Symptomen einer Amphetamin- oder Metamphetamin-Überdosis in die Notfallambulanz eingeliefert wurden. Diese mussten zunächst ihre Atemluft zehn Minuten in ein Gerät exhalieren, das narkotische Substanzen aus der Luft filtern und speichern kann. Daraufhin konnten die Forscher mittels Flüssigchromatographie und Spektrometrie den Drogengehalt feststellen.
Gegenüber bisherigen Nachweismethoden aus Urin oder Blut bietet dieses Verfahren laut Beck erhebliche Vorteile. Es sei schnell und sicher und funktioniere ohne Blutabnahme. Die Arbeitsgruppe möchte nun ihre Screening-Technik erweitern und das Gerät zur Diagnostik anderer Drogen weiterentwickeln. © rme/aerzteblatt.de
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