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PKV-Verband fordert Gleichbehandlung bei Arzneimittelkosten

Montag, 31. Mai 2010

Berlin – Die aktuellen Pläne des Gesundheitsministeriums, die Arzneimittelrabatte nur auf die gesetzlich Krankenversicherten zu beschränken, stoßen beim Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) auf Kritik. „Dass Arzneirabatte per Gesetz für 90 Prozent der Versicherten gelten sollen, nur nicht für die rund neun Millionen Privatversicherten, ist keinem der Betroffenen zu vermitteln“, kritisierte Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes.

Dies gelte umso mehr, als die Arzneimittelausgaben im Bereich der PKV von 1997 bis 2007 um 85 Prozent pro Kopf gestiegen seien. Damit lag der Ausgabenanstieg deutlich über dem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit 68 Prozent.

„Für die vom Gesundheitsministerium geplante Ungleichbehandlung bei den Arzneimittelkosten gibt es keinerlei sachliche Gründe, denn bei Abgabe eines identischen Medikaments an gesetzlich oder privat Versicherte würde der Arzneimittelpreis allein wegen des Versicherungsstatus abweichen“, so Leienbach.

Mit der geplanten Erhöhung des Herstellerabschlags und der Einführung eines Preisstopps würde die Belastung der Privatversicherten durch höhere Arzneimittelpreise sogar weiter verschärft. © hil/aerzteblatt.de

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