Cleveland – US-Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der Mäuse vor einem Mammakarzinom schützte und bereits existente Tumore verkleinerte. Dies geht aus einer Publikation in Nature Medicine (2010; doi: 10.1038/nm.2161) hervor. Die Forscher hoffen, bereits im nächsten Jahr mit klinischen Studien beginnen zu können.
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Bislang gibt es zwei effektive Krebsimpfstoffe. Der eine schützt vor dem Zervixkarzinom, der andere vor Leberkrebs. Beide sind nicht gegen den Tumor, sondern gegen die ihn auslösenden Viren gerichtet. Im ersten Fall sind dies humane Papillomaviren (HPV), im zweiten Fall das Hepatitis B-Virus. Das Mammakarzinom wird jedoch nicht durch Viren ausgelöst.
Viren können durch Impfstoffe bekämpft werden, weil es auf ihrer Oberfläche Proteine gibt, die keine Entsprechung im menschlichen Körper haben. Dies ist bei Krebserkrankungen anders, weshalb alle Krebsvakzinen mit dem Risiko schwerer Nebenwirkungen verbunden sind.
Der Immunologe Vincent Tuohy vom Lerner Research Institute der Cleveland Clinic meint nun, ein Protein gefunden zu haben, das (außer in der Stillzeit) ausschließlich von Krebszellen der Brustdrüse exprimiert wird. Es handelt sich um Alpha-Lactalbumin.
Ein von den den US-Forschern entwickelter Impfstoff hat zum einen das Krebswachstum bei Mäusen mit einem Mammakarzinom deutlich vermindert. Zum anderen wurde bei Mäusen mit hohem genetischen Risiko die Entwicklung neuer Tumoren verhindert. Keines der geimpften Tiere erkrankte an Krebs, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung, während alle Tiere der Vergleichsgruppe an Krebs erkrankten.
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