Bielefeld – Den Mechanismus, wie neurale Stammzellen in Tumorzellen differenzieren, hat ein Forscherteam aus Bielefeld im Tiermodell beschrieben. Die Forscher unter der Leitung von Barbara Kaltschmidt identifizierten dabei auch eine mögliche Zielstruktur für die Therapie von Hirntumoren. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Stem Cells and Development (doi:10.1089/scd.2009.0416).
Obwohl neurale Stammzellen laut den Wissenschaftlern bei neurodegenerativen Erkrankungen gute therapeutische Erfolge bringen könnten, bergen sie das Risiko, Tumoren zu entwickeln. Die Bielefelder Forscher entdeckten jetzt, dass die Zelle nach über 50 Wachstumszyklen beginnen, sich in Tumorzellen umzuwandeln und zu proliferieren.
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„Für die Behandlung des Glioms, eine schwere Form von Hirntumor, könnten diese Erkenntnisse relevant sein, indem man diesen Signalweg blockiert“, so die Wissenschaftler. Sie planen daher nun gemeinsam mit Strahlenmedizinern und Biochemikern eine klinische Studie zu diesem Ansatz.
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