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Wessel warnte vor den langfristigen Auswirkungen der intensiven Computernutzung auf Heranwachsende. „Das Internet entwickelt sich zum besten Freund der Kinder und Jugendlichen“, meinte er. Er verwies darauf, dass heutzutage 98 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren vernetzt seien.
Bei einem so hohen Nutzungsgrad sei es klar, „dass immer mehr Menschen eine Abhängigkeit entwickeln werden“. Je jünger Kinder und Jugendliche seien, desto anfälliger seien sie für eine Suchtentwicklung.
Der Suchtexperte appellierte an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Mediensucht in den nächsten Jahren als Verhaltenssucht anzuerkennen. Derzeit fehle eine anerkannte Diagnose der WHO. Als Phänomene von Mediensucht nannte Wessel alle Merkmale einer „echten“
Sucht: „Kontrollverlust, psychische Spannungen, Bedürfnisse wie Essen und Trinken werden vernachlässigt“. Betroffene kapselten sich vom sozialen Umfeld ab und reagierten aggressiv, wenn sie nicht online sein könnten. „Das Spielen, Chatten, Surfen wirkt damit genauso wie eine Droge.“
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