Dyckmans will Alkoholprävention im Schullehrplan verankern
Donnerstag, 3. Juni 2010
dpa
Berlin - Alkoholprävention soll nach Vorstellung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), künftig fester Bestandteil im Lehrplan der Schulen sein. Man befinde sich darüber in Gesprächen mit dem Bundesbildungsministerium, sagte Dyckmans am Donnerstag in Berlin.
Gegenüber einem Alkoholverkaufsverbot zeigte sich die Politikerin skeptisch. Es gelte abzuwarten, welche Ergebnisse die derzeit in Baden-Württemberg erprobte Regelung bringe. Dort darf seit 1. März nach 22.00 Uhr kein Alkohol mehr an Tankstellen und in Supermärkte verkauft werden. Wenn es dazu führe, dass Kinder und Jugendliche weniger Alkohol trinken, sei sie demgegenüber jedoch durchaus aufgeschlossen, sagte Dyckmans.
2008 mussten 25.700 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus behandelt werden. Dyckmans sagte, dass sie bei der Prävention statt auf Verbote vielmehr auf Regelungen wie die kürzlich mit dem Einzelhandel getroffene Vereinbarung setze.
Demnach verpflichten sich die Geschäfte dazu, die Ausweise von Kindern und Jugendlichen zu kontrollieren und so den Jugendschutz einzuhalten. Dyckmans räumte ein, dass Alkoholmissbrauch dadurch nicht ganz verhindert, aber deutlich erschwert werde.
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.