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Münster: Erstmals subkutaner Defibrillator implantiert

Freitag, 4. Juni 2010

Münster – Am Universitätsklinikum Münster (UKM) implantierten erstmals in Deutschland ein subkutanes Defibrillator-System. Statt über das Venensystem einen direkten Zugang zum Herzen zu schaffen, kann der neue Defibrillator und ein notwendiges Kabel im linken Brustbereich direkt unter die Haut eingesetzt werden. Bislang musste die Defibrillationselektrode direkt im Herz verankert werden.

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„Die neue Methode ist ein Meilenstein der Defibrillatortherapie“, verdeutlichte Lars Eckardt, kommissarischer Leiter der Medizinischen Klinik C am UKM. Da kein direkter Zugang zum Herzen mehr nötig sei, erleichtere die Methode die Behandlung lebensgefährlicher Rhythmusstörungen.

Gerade für junge Patienten, die aufgrund ihrer genetischen Veranlagung mit dem Risiko des plötzlichen Herztodes konfrontiert sind, werde die Möglichkeit eventueller Komplikationen, beispielsweise durch Gefäßverletzungen oder Infektionen, gesenkt und die Lebensqualität verbessert. © hil/aerzteblatt.de

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