San Diego – Eine von US-Forschern entwickelte Gentherapie kann den Verlauf einer chronischen Herzinsuffizienz günstig beeinflussen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Phase-II-Studie, die auf einer Tagung der European Society of Cardiology in Berlin vorgestellt wurden.
Bei der Gentherapie werden über einen Herzkatheter Adenoviren in die Koronararterie geleitet. Die genetisch modifizierten Viren infizieren die Herzmuskelzellen und laden dort ihre Genfracht ab. Das Gen enthält die Information für das Enzym SERCA2a.
Es ist für den Kalziumtransport vom Zytosol in das endoplasmatische Retikulum zuständig. Es ist ein Reservoir für das Mineral, dessen Freisetzung und Rücktransport den Wechsel von Kontraktion und Relaxation steuert.
Bei der Herzinsuffizienz soll ein Mangel an SERCA2a vorliegen. Dies war die Rationale für die Gentherapie, die Forscher an der Mount Sinai School of Medicine in New York entwickelt haben, und die jetzt in einer randomisierten placebokontrollierten Dosis-Findungsstudie untersucht wurde.
Die 37 Teilnehmer der „Calcium Up-regulation by Percutaneous administration of gene therapy In cardiac Disease“ oder CUPID-Studie hatten eine chronische Herzinsuffizienz im Stadium NYHA III oder IV. Die linksventrikuläre Auswurffraktion war auf unter 35 Prozent abgefallen. Alle Patienten trugen einen implantierten Cardioverter-Defibrillator.
Die Teilnehmer wurden auf Placebo oder eine Gentherapie in drei unterschiedlichen Dosierungen randomisiert. Es handelte sich also um eine Dosisfindungsstudie, bei der die Sicherheit der Therapie im Vordergrund steht. Gesucht wird eine maximal verträgliche Dosis.
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