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Politik

Seehofer beharrt auf Ausgabensenkungen im Gesundheitswesen

Dienstag, 8. Juni 2010

Berlin – CSU-Chef Horst Seehofer beharrt darauf, im Gesundheitswesen vorrangig bei den Ausgaben anzusetzen. Noch nie habe es so viel Geld im System gegeben, sagte Seehofer am Dienstag in Berlin. Von 2006 bis 2009 seien 26 Milliarden Euro zusätzlich an Einnahmen ins Gesundheitssystem geflossen.
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Die gesetzliche Krankenversicherung habe eine „massive gute Einnahmesituation“, mit der eine sehr gute medizinische Versorgung gewährleistet werden könne. Wenn es Defizite gebe, dann müsse der Ausgabenzuwachs zumindest begrenzt werden. Dabei habe Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Unterstützung der CSU.

Die Beschimpfung seiner Partei als "Wildsau" im Streit um die Gesundheitspolitik muss aber Seehofer zufolge noch ein Nachspiel haben. Da gebe es „noch Gesprächsbedarf”, sagte Seehofer am Dienstag in Berlin. Wenn ein parlamentarischer Staatssekretär eine Partei derart tituliere, sei das schon ein „bemerkenswerter Vorgang”, fügte er hinzu. Nötig sei ein Gespräch der Parteivorsitzenden. Zugleich betonte Seehofer, es gehe nach den Wortwechseln nun darum, dass man „die Spirale nicht weiterdreht”. 

Seehofer reagierte auf ein Interview des Gesundheits-Staatssekretärs Daniel Bahr (FDP), der gesagt hatte: „Die CSU ist als Wildsau aufgetreten, sie hat sich nur destruktiv gezeigt.” CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bezeichnete die FDP daraufhin als „gesundheitspolitische Gurkentruppe”. Zuvor hatte FDP-Generalsekretär Christian Lindner Seehofer „ein persönliches Trauma” in der Gesundheitspolitik vorgehalten.

FDP-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erklärte mit Blick auf die Gesundheitsdebatte, es solle „jetzt nicht über Empfindlichkeiten geredet werden, sondern über ganz konkrete Regierungsverantwortung”.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Peter Altmaier (CDU), mahnte, die Koalitionäre sollten sich einer Wortwahl bedienen, „die einer bürgerlichen Koalition angemessen ist“. Die Äußerungen aller Beteiligten an der Debatte seien „kein hilfreicher Beitrag“ gewesen. © ddp/aerzteblatt.de

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RHutagalung
am Donnerstag, 10. Juni 2010, 13:27

AiP, vergessen?

Seehofers Gesundheitsreform: ..e.g. die Einführung Die Ableistung einer 18monatigen Phase als Arzt im Praktikum - AiP (Bruttolohn um 1000 Euro/Monat, da wundert man sich warum danach ein Ärztemangel besteht) im Jahr 1988. Dies war wohl keine brillante Idee und Gott sei Dank wurde dies im Jahr 2004 abgeschafft (durch den Deutsche Bundestag am 6. Mai 2004).
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13683268.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Arzt_im_Praktikum
nogga
am Mittwoch, 9. Juni 2010, 09:15

Minister Seehofer

Ich hatte diesen Minister a.D. bereits unter der Rubrik "Krankenkassen wollen Ärzte-Honorare um 2,5 Prozent kuerzen" mit einem Churchill Zitat belegt und noch immer will er im Gesundheitswesen mitmischen.
Dabei strebt er ausschliesslich zur Macht, es ist wie eine Sucht, hat er selbst einmal in einem TV-Interview geäussert, wobei Sucht als krankhaftes Verlangen definiert wird.
adonis
am Mittwoch, 9. Juni 2010, 07:58

Historische Unfähigkeit eines Gesundheitsministers Seehofer

Seine Unfähigkeit als Gesundheitsminister hat er bereits unter Beweis gestellt, da fundamentale Schwierigkeiten im System auf seine Amtszeit zurückzuführen sind. Sie wird vielleicht noch durch Norbert Blüm übertroffen. Aber darüber darf man streiten. Als Landwirtschaftsminister hat er auch keinen Blumentopf gewonnen aber ein aussereheliches Kind gezeugt. Also gewisse Fähigkeiten hat er.
Ich halte die Kopfpauschale auch für sinnlos, da sie nichts ändert. Radikale Veränderungen wären sinnvoller. Zur Zeit meiner Ausbildung galt der Grundsatz: Was ist sinnvoll und nicht was ist möglich oder was ist am billigsten. Was am Eklatantesten ist, die lächerlich hohe Zahl an Krankenkassen, die alle das Gleiche bieten dürfen. Hier wäre am ersten der Rotstift anzusetzen. Ausserdem müssen die KV aufgelöst werden. Das Geld was sich da an "Förderungsgelder" Rückstellungen usw aufgetürmt hat und vielleicht schon vergessen ist, könnte eine wahre Goldgrube sein. Aber ich vergass ja die amigohafte Beziehung zwische CSU und KVB.
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