20 Top-Medikamente verursachen ein Fünftel der Arzneimittelkosten
Donnerstag, 10. Juni 2010
Berlin – 20 Medikamente verursachen ein Fünftel der Arzneimittelausgaben. Das belegt der Arzneimittel-Report 2010, den die Barmer GEK am Mittwoch in Berlin vorstellte. Neue Arzneimittel gegen Rheuma, Krebs, Asthma oder multiple Sklerose belasteten zunehmend die Budgets der Krankenkassen, erklärte die Barmer GEK. Der Arzneimittel-Report 2010 verzeichnete Steigerungsraten von bis zu 25 Prozent bei den 20 Top-Medikamenten. Der durchschnittliche Ausgabenzuwachs für Arzneimittel lag bei sechs Prozent.
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Der Report, der zum zehnten Mal erscheint, bietet auf der Basis von 8,5 Millionen Versicherten einen Überblick zu Ausgabentrends im Arzneimittelmarkt. Barmer-GEK-Vize-Chef Rolf-Ulrich Schlenker warnte am Mittwoch in Berlin vor einer Überforderung der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgrund der hohen Medikamentenpreise.
„Warum verlangen die Pharmafirmen für das Krebsmittel Glivec in Großbritannien 1.800 Euro, bei uns aber 2.800 Euro? Durch das Innovationsargument sind solche Preisunterschiede jedenfalls nicht gedeckt“, sagte Schlenker. Das Preismonopol der Hersteller müsse relativiert werden.
Von den rund 3,7 Milliarden Euro Arzneimittelkosten der Barmer GEK für 2009 entfallen rund 20 Prozent oder 700 Millionen Euro auf die Top-20-Präparate.
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