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Engpässe bei Blutspenden durch demografischen Wandel befürchtet

Donnerstag, 10. Juni 2010

Neubrandenburg/Greifswald – Experten rechnen für die Zukunft wegen des demografischen Wandels tendenziell mit einem Mangel an Blutspenden. „Die Bevölkerung wird immer älter und damit steigt die Zahl der kranken Patienten, die regelmäßig Blutkonserven benötigen“, sagte Volker Kiefel, Professor für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Rostock am Donnerstag.

Zugleich sinke die Zahl der Menschen, die als Blutspender in Frage kämen. Verschärft werde das Problem durch die anhaltende Abwanderung jüngerer Menschen.

Zurzeit ist das Spendenaufkommen in Mecklenburg-Vorpommern noch hoch und liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat 2009 im Nordosten rund 87.200 Blutspenden verzeichnet, wie Iris Kraus, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes in Neubrandenburg sagte.

Das entspricht 5,2 Blutspenden pro 100 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt betrug 4,5 Entnahmen pro 100 Einwohner. 2008 lag Mecklenburg-Vorpommern beim Spendenaufkommen im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei hinter Niedersachsen. © hil/aerzteblatt.de

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