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Krankenkassen kritisieren Hausärzteverband

Donnerstag, 10. Juni 2010

Düsseldorf – In einem dramatischen Appell haben die Krankenkassen Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) davor gewarnt, dass es bei der hausärztlichen Versorgung „zu einer Ausgabenexplosion bisher nicht gekannten Ausmaßes“ kommen kann.

In dem Brandbrief heißt es nach Informationen der „Berliner Zeitung“ vom Donnerstag heißt es: „Der Hausärzteverband nutzt seine Monopolstellung, um Vergütungsforderungen durchzusetzen, die sich in Regionen wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen auf eine Steigerung des hausärztlichen Honorars um 80 Prozent belaufen würden.“

Die Kassen fürchten, dass sie jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zahlen müssen, wenn das Gesetz über die Hausarztverträge Bestand hat. Unterschrieben ist der Brief von AOK, Barmer/GEK, DAK und KKH Allianz. Die Kassen warnen in dem Schreiben auch, den Ausgabensteigerungen stünden keine Verbesserungen gegenüber, die diese „auch nur annähernd rechtfertigen würden“. © ddp/aerzteblatt.de

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Thelber
am Samstag, 12. Juni 2010, 18:57

Ich muss dann die Kollegen in Nordrhein-Westfalen bedauern ...

wenn das stimmt: ....

--------------- Zitat Beginn ------------------
... die sich in Regionen wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen auf eine Steigerung des hausärztlichen Honorars um 80 Prozent belaufen würden.
--------------- Zitat Ende ------------------

... dann muss es den hausärztlichen Kollegen dort noch viel schlechter gegangen sein wie uns in Baden-Württemberg. Und hier wurde der KV ein erheblicher Geldbetrag nach anderen Bundesländern abgezogen, sodass wir Hausärzte über den Hausarztvertrag sehr froh waren. Sonst gäbe es jetzt noch weniger hausärztliche Praxen.
Michael Heins
am Freitag, 11. Juni 2010, 23:59

Verdummung

Herr Rösler, liquidieren Sie die gesetzlichen Krankenkassen!
Niemand braucht 150+ gesetzliche Krankenkassen als Hehler des Zwangsbeitrages der Versicherten, die dann beschliessen, dass für Patienten und Ärzte kein Geld mehr vorhanden ist.
Niemand weiss genau, welchen Anteil die Bürokratiekosten ausmachen, weil entsprechende Statistiken unterdrückt werden.
Es mangelt in good old Germany bereits massiv an Ärzten. Exportieren Sie lieber die Krankenkassen.
Kristianos
am Freitag, 11. Juni 2010, 17:21

Polemik Pur

Es ist schon unglaublich, mit welchen Halbwahrheiten diverse Kassenfunktionäre ihre eigenen Posten retten wollen.
Offenbar steht der DAK das Wasser bis zum Hals und es soll von eigenen Problemen und Managementfehlern abgelenkt werden.
Interessanterweise hat heute der AOK VORSITZENDE Baden-Württembergs Hoburg darauf hingewiesen,dass der seit zwei Jahen in seinem Bundesland laufende Vertrag kein Kostentreiber sei. Desweiteren weist er- als AOK Vorsitzender darauf hin, dass die angeblich bundesweit zusätzlichen zu zahlenden 1,5 Milliarden Euro völlig aus der Luft gegriffen sind.
Ebenso stellt er klar, dass die AOK Patienten in Baden Württemberg zu 97% mit dieser Regelung zufrieden sind.
Bleibt nur zu hoffen, dass Leute die die Wahrheit sagen auch ein ähnliches öffentliches Forum in der Presse erhalten - wie die Luftblasen- und "Storyteller."
nogga
am Freitag, 11. Juni 2010, 12:00

Krankenkassen fuerchten um ihre Existenz

Schafft die Krankenkassen ab, bis auf eine wie in Sweden, dann werden genuegend Beitragsgelder frei, die bisher in aufgeblähten Verwaltungspalästen versickerten, ehe etwas davon bei den Leistungserbringern = Unwort fuer Ärzte angekommen ist.
Der erkrankte Patient will in erster Linie einen Arzt sehen, den es in naher Zukunft auf deutschem Boden wohl nicht mehr geben wird.
Wahrscheinlich muss erst die Demonstration der Strasse eine Systemänderung
bewirken.

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