Wiesbaden – Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland steigt. Darauf verweist das Statistische Bundesamt (Destatis). Demnach gab es im ersten Quartal 2010 bundesweit rund 29.800 Schwangerschaftsabbrüche und damit 1,3 Prozent oder 400 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
„Um Aussagen über die längerfristige Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche zu treffen, sind aber die vorhandenen Jahresergebnisse besser geeignet“, so Destatis. Dem Bundesamt zufolge waren knapp drei Viertel (74 Prozent) der Frauen, die im ersten Quartal Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, zwischen 18 und 34 Jahren alt. 14 Prozent der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre alt und fast acht Prozent waren 40 Jahre und älter.
Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug 4 Prozent. Knapp die Hälfte (41 Prozent) der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt. 97 Prozent der an Destatis gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Die Eingriffe erfolgten dabei überwiegend ambulant (rund 98 Prozent).
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