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1,3 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche im ersten Quartal 2010

Freitag, 11. Juni 2010

Wiesbaden – Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland steigt. Darauf verweist das Statistische Bundesamt (Destatis). Demnach gab es im ersten Quartal 2010 bundesweit rund 29.800 Schwangerschaftsabbrüche und damit 1,3 Prozent oder 400 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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„Um Aussagen über die längerfristige Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche zu treffen, sind aber die vorhandenen Jahresergebnisse besser geeignet“, so Destatis. Dem Bundesamt zufolge waren knapp drei Viertel (74 Prozent) der Frauen, die im ersten Quartal Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, zwischen 18 und 34 Jahren alt. 14 Prozent der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre alt und fast acht Prozent waren 40 Jahre und älter.

Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug 4 Prozent. Knapp die Hälfte (41 Prozent) der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt. 97 Prozent der an Destatis gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Die Eingriffe erfolgten dabei überwiegend ambulant (rund 98 Prozent). © hil/aerzteblatt.de

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DietmarBrach
am Samstag, 12. Juni 2010, 03:37

Wen wundert das

die Streichung des Elterngeldes für Leistungsempfänger nach dem SGB II wird sich ebenfalls auf die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche auswirken. Bereits die Reform des Erziehungsgeldes zum Elterngeld bedeutete für sozial schwache eine Kürzung dieser Erziehungsleistung um 50%, um sie bei wohlhabenden Familien auf bis zu 1800 Euro zu erhöhen. Mit dem nun geplanten Schritt soll die Leistung für Hartz IV Empfänger völlig wegfallen. Schon seltsam, dass gerade die Christdemokraten mit ihrer Politik bestimmte Personengruppen in eine Situation bringen, die, bei einer unerwünschten Schwangerschaft kaum eine Alternative zum Schwangerschaftsabbruch bietet.
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